See ya, Straya!

Sonntag, 10. Juli 2016

Meinen letzten Sonntag in Australien verbrachte ich zusammen mit zwei Freunden, welche ich auf der Klassenfahrt nach Woomera kennengelernt habe. Wir gingen an den Strand in Glenelg und mein Koreanischer Freund und ich aßen dort zunächst Waffeln im Café, während wir auf einen weiteren Freund warteten. Als dann alle da waren gingen wir ein wenig durch Glenelg und begannen, über die Jetty zu laufen. Ein letztes Mal spazierten wir von Glenelg nach Brighton und wir gingen sogar schwimmen, da es gerade noch warm genug dazu war. Am Abend fuhren Klara und ich in den Scott Creek Conservation Park, um dort nach Kängurus und Koalas Ausschau zu halten. Hier gab es wie immer viele der wilden Australischen Tiere und es war ein guter letzter Abend.

Als wir bei Dunkelheit zurückfuhren ging ich nach dem Essen direkt zu meiner Übernachtungsabschiedsparty. Hier verbrachte ich die letzte Nach zusammen mit den Australischen Freunden.

Montag, 11. Juli 2016

Tag 365. der letzter Tag, war gekommen. Ich konnte kaum glauben, dass ich Australien jetzt schon verlassen würde. Tagsüber packte ich, am Nachmittag kam Klara nach Hause. Wir machten uns direkt auf den Weg nach Glenelg, wo wir in einem neu eröffneten Schokoladencafé ein Schokofondu mit Früchten, Karamell und Honeycomb gegessen hatten. Bei unserem Abschiedsessen hatten wir helle, dunkle und weiße Schokolade. Als wir aufgegessen hatten spazierten wir noch durch Glenelg, unter anderem zur Marina und an den Strand. Es war sehr stürmisch, regnete aber nicht. Auf der Jetty waren fast zwei Meter hohe Wellen und am Moseley Square war ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Schlittschuhbahn aufgebaut.

Um 20 Uhr mussten wir am Flughafen sein, wo ich einige meiner Freunde traf. Zunächst wollte ich meinen Koffer einchecken, allerdings stellte sich heraus, dass unsere Wage falsch war und dieser viel zu viel wog. Ich bekam das extrem günstige Angebot, $580 für Übergepäck zu bezahlen, deshalb entschied ich mich dazu, ein paar Bücher in mein Handgepäck umzupacken. Dieses wollte der Mitarbeiter am Check in dann aber auch noch sehen, also schmiedeten wir schnell den Plan einfach nur eine Tasche zu zeigen, denn so hatten wir schnell $580 gespart und niemand konnte ja sehen, dass ich drei Handgepäckstücke und noch drei Jacken hatte. Als Oscar, Selena, Toby, Lucas, Paris und noch eine weitere Freundin am Flughafen angekommen waren gingen wir zusammen mit Klara alle durch die Sicherheitskontrolle. Im Flughafen verabschiedeten wir uns, bis ich leider gehen musste, um nicht meinen Flug zu verpassen. Es vielen Tränen beim Abschied, aber es hat geholfen, dass so viele gekommen waren.

Als ich die Boeing 777-300ER der Emirates bestieg konnte ich noch immer nicht begreifen, dass ich meine Freunde so schnell nicht mehr sehen werde. Es begann, in Strömen zu regnen, Australien weinte. Der ganze Flug war sehr turbulent, so dass sich sogar einige Gepäckfächer öffneten. Auf der dreizehnstündigen Reise hatte ich zum Glück WLAN und konnte viele Filme schauen, so dass ich die ab und zu kreischenden Passgiere ignorieren konnte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir in Dubai, wo wir auf dem Rollfeld ausstiegen und ich mit meinen drei Jacken und drei Taschen 20 Minuten Flughafenbus bei 40°C fahren musste. Der Bus war überfüllt und hatte weder freie Sitze noch eine Klimaanlage. Am Dubaier Flughafen musste ich noch mit der Bahn zum nächsten Terminal fahren.

Dienstag, 12. Juli 2016

In Dubai wartete nach drei Stunden Umsteigezeit der Flieger nach Frankfurt, für den sogar schon die Ansagen auf Deutsch gemacht wurden. Es war ungewohnt, dass ein Großteil der Menschen um mich herum Deutsch sprach. Mit dem Airbus A380-800 dauerte es nur noch sieben Stunden bis Frankfurt, die viel ruhiger waren. Auf diesem Flug konnte ich auch endlich schlafen. Nach der Landung kam mein Koffer leider kaputt vom Gepäckband, aber ich konnte ihn noch aus dem Gepäckbereich ziehen. Am Frankfurter Flughafen warteten meine Großeltern, Eltern und Geschwister, um mich zu begrüßen.

Am Nachmittag kam ich auch endlich nachhause, wo mich Kuchen und meine Kaninchen erwarteten. Mein Jetlag war nicht allzu schlimm und ich konnte mich gut einleben. Für mich ist es immer noch kaum zu glauben, dass ich nicht mehr in Australien sondern in Deutschland bin.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Heute war ich für drei Stunden in der Schule, um meine Klasse zu begrüßen und den Mathestoff der zehnten Klasse durchzugehen, weil ich vorhabe, nicht zu wiederholen. Ich traf viele meiner Freunde wieder. Im Vergleich zur ASMS kam mir die Schule sehr ungewohnt vor, aber darauf werde ich mich jetzt schon noch wieder einstellen.

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2 Gedanken zu “See ya, Straya!

  1. Hi Jonas, ja Deine Zeit in Australien war einmalig schön! Ja, Du wirst Deine Freunde vermissen. Klar, es hat Tränen beim Abschied gegeben. Doch jetzt hat Deine Familie Dich wieder und die Freude war riesig. Und nochmal gab es Tränen, Freudentränen.
    Familie ist immer das Wichtige im Leben. Ich bin sicher, dass Du Dich auch in Deine alte Schule schnell wieder einlebst. Jetzt sind erst einmal Schulferien und Zeit zum Entspannen. Liebe Grüße, Erika

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  2. Hallo Jonas, ein Jahr hat 365 Tage, und ich war jeden Tag gedanklich bei dir in Australien. In den ersten Monaten kam mir jeder Tag länger vor, weil ich den Eindruck hatte, dass nicht alles nach deinen Vorstellungen verlief. Nach unseren gemeinsamen Wochen mit dir in deiner Gastwelt, war ich sehr beruhigt und zufrieden. Zum Schluß hätte ich dir gerne noch ein paar Wochen mehr gewünscht, um weitere Ziele wie Neuseeland oder Hongkong kennenzulernen. Nun bist du wieder zu Hause. Gott sei Dank! Dies meine ich auch nach den Vorfällen in Nizza und der Türkei. Zu Hause in Stuttgart beginnt nun eine neue Zeit. Ich bin froh, dass du diesen neuen Zeitabschnitt sehr ruhig und locker siehst. Ohne einzelne Ziele in Europa aufzuzählen, die du bestimmt angehen wirst (Beispiele: Berlin, Dresden, Prag, Budakest usw.), wird dieser neue Lebensabschnitt für dich sehr interessant werden. Ich hoffe, es ist die eine oder andere Woche mit mir zusammen dabei.

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