Fleurieu Peninsula

Fleurieu Peninsula Part 2


Samstag, 18. Juni 2016

Nächster Stopp: Starfish Hill. Auf dem Seesternhügel hat man zum einen eine geniale Aussicht über das Cape Jervis und Kangaroo Island am anderen Ufer, andererseits steht man auch mitten in einem Windpark auf einer Dirt Road. Hier kommt im Sekundentakt mit einem zischenden Geräusch der Flügel der Windräder vorbei, außerdem war es mit den nassen Anziehsachen im Wind so kalt, dass wir alle schon bald wieder zurück ins Auto wollten. Nun ging es über eine Allradpiste zum Cape Jervis Beach, welcher die Besonderheit hat, dass er von der Landseite durch eine hundert Meter hohe Sanddüne geschützt wird. Bei der Abfahrt wunderte ich mich noch, weshalb Klara zwei Deckel von Kühltruhen mitgebracht hatte, ohne die dazugehörigen Boxen mitzubringen. Jetzt wusste ich: Klara hatte die beste Idee ever und wir gingen Sandboarden! Also kletterten wir drei erst die Düne hinauf, während Klara unten mit der Kamera wartete. Oben angekommen versuchten Bastien und ich zunächst, im Sitzen auf den Brettern den Hügel hinunter zu rutschen. Das klappte ganz gut, war aber ein wenig langsam. Beim nächsten Anlauf versuchten wir, aufzustehen, was besser klappte als im Sitzen. Auch Kavin versuchte es, gab aber nach drei Metern auf und setzte sich an den Strand um sich auszuruhen. Die Rutschversuche wurden immer besser und auch Klara probierte es, aber die meiste Zeit machte sie Fotos und filmte uns. Bevor wir aufbrachen fuhren wir noch mit dem Auto ein kleines Stück über den Sandstrand, was dank des Allradantriebs möglich ist.

Nun ging es zu einem anderen Aussichtspunkt, von wo aus man das Cape Jervis ein wenig näher sehen konnte. Hier fuhren gerade die Autos auf die Fähre nach Känguru Island, durch den klaren Himmel konnte man die Insel im Hintergrund sehen. Am Fährenterminal selbst fuhren wir zum Leuchtturm und machten einen Abstecher über eine wirklich sehr holprige Dirt Road, um nochmals einen anderen Blickwinkel auf den Strand von Sandboarding zu bekommen. Über die Hauptstraße ging es anschließend weiter, aber irgendwas war falsch: das Auto vor uns fuhr auf der rechten Straßenseite. Nachdem Klara sich über die Touristen aufgeregt hatte hupten wir und das Auto wechselte auf die linke Seite. Der nächste Stopp war nun der Fisheries Beach, ein Strand mit einem großen Warnschild vor dem Stromkabel nach Kangaroo Island. Nachdem wir hier einen Blick aufs Meer geworfen hatten stiegen wir ins Auto und fuhren weiter.

Im Talisker Conservation Park besichtigten wir nun eine historische Miene mit fast 200 Meter tiefen Schächten, die im Laufe der Zeit größtenteils verrottet war. Über den Wanderweg ging es durch das Tal mit einem dichten Eukalyptuswald hinab zu den Grabestätten, in manche der verlassenen Gänge konnte man sogar noch ein Stück hinein gehen. Die Ruinen der Minenanlagen waren nun von Pflanzen umwachsen und halb zerfallen. Im Talisker Conservation Park gibt es außerdem einen Aussichtspunkt mit Meerblick, an welche wir eine kleine Pause einlegten.

Anschließend fuhren wir weiter, wir hatten am Ende des Tages über 300 km zurückgelegt. Wir fuhren zum Deep Creek Conservation Park, wo man gegen einen Eintrittspreis auf 4WD-Tracks fahren kann, also mit Allradfahrzeugen durch das Gelände fährt. Als wir an zahlreichen Kängurus vorbeigekommen waren wies ein Schild darauf hin, dass von diesem Punkt an nur Geländewagen mit Allradantrieb weiterfahren durften. Die Strecke selbst war extrem holprig und ging steil bergab. Man kann es sich so vorstellen wie wandern mit dem Auto, denn man fährt über eine Schmale, unbefestigte Straße, in welche das Regenwasser tiefe Fugen gewaschen hat. Kavin klammerte sich am Sitz fest und freute sich nicht gerade darauf, auf derselben Strecke zurückfahren zu müssen. Dem Rest von uns machte es aber Spaß, auch wenn man oft so langsam fahren musste, dass man an einigen Abschnitten zu Fuß schneller wäre. Trotz dieser niedrigen Geschwindigkeit wurde das Auto wie in einer Achterbahn herumgeschleudert, denn die Straße hatte so tiefe Löcher, dass des Öfteren ein Reifen in der Luft war, wodurch das Auto zum Dreirad wird. Unten angekommen gab es einen Parkplatz mit Blick auf einen Traumstrand, den man entweder über diese Allradpiste oder über einen zehn Kilometer langen Wanderweg erreichen kann, andere Optionen gibt es nicht. Hier packte ich meine Drohne aus und flog sie über die Wellen und den Strand mit den Hügeln im Hintergrund, wobei ein ganz guter Film herauskam. Am Strand kletterten wir auf den Kliffen herum, bevor es zurück ins Auto ging. Wir fuhren denselben Four Wheel Drive Track, nur dass es dieses Mal bergauf ging, was es laut Klara viel einfacher macht. Deshalb konnten wir auch etwas schneller als auf dem Hinweg fahren und man wurde noch mehr herumgeschleudert. Vorbei an den Kängurus ging es hinaus aus dem Park.

Es war nur noch ein richtiger Halt übrig, nämlich die Ingalalla Falls in der Stadt Yankalilla. Diese beiden Wasserfälle sind in einem tiefen Tal und sind sehr steil. Der untere Wasserfall ist kleiner als der obere, ich flog meine Drohne wieder an beiden vorbei, anschließend kletterten Bastien, Kavin und ich an einem Weg neben den Wasserfällen zum oberen Ende des unteren Wasserfalls, um von dort aus den oberen Wasserfall bewundern zu können. Als wir wieder unten waren stiegen wir zurück ins Auto und fuhren mit einem kleinen Abstecher zum Strand vorbei an unzähligen Kängurus zurück nach Adelaide.

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4 Gedanken zu “Fleurieu Peninsula

  1. Hi Jonas, Du hast wirklich Australien in Deinem Aufenthalt ausgiebig erkundet. Was Du alles gesehen hast! Wow. Und immer noch Schule nebenbei (Kicher), und auch noch in Deinem Blog anschaulich von den Erlebnissen berichten, und zusätzlich wunderbare Fotos hinzufügen. Ich bewundere Deine Fähigkeit,all diese Dinge , unter einen Hut zu bringen. Liebe Grüße, Erika

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  2. Hallo Jonas, bei Deinen Berichten und Bildern kann man sagen, die Natur und Landschaft in Australien braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend und sehenwert zu sein. Sie ist es. Ganze zwei Wochen noch in South Australia und ein wunderschönes Jahr geht zu Ende. Schreibst Du auch über die erste Woche (Wochen?), wenn Du wieder in Deutschland bist, einen Blogbericht? Eventuell gleich auf englisch für Deine australischen Freunde. Über die Länge und Ausführlichkeit Deiner Blogberichte, habe ich den einen oder andern Leser mit einem Zitat von Charlotte von Stein geantwortet: Lieber Freund, entschuldige meinen langen Brief, für einen kurzen hatte ich keine Zeit. LG Dein Opa Lothar

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